betriebliche Voraussetzungen

Das Vogtland liegt im Südwesten des Freistaates Sachsen, im Dreiländereck zwischen Bayern, Tschechien und Thüringen. Im südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes (oberes Vogtland), in der Musikinstrumentenstadt Markneukirchen ist der Firmensitz der Agro-Dienst-Marktfrucht GmbH. Sie wurde 1991 neu gegründet. Heute ist sie als übergeordneter Dienstleister bzw. Bewirtschaftungsgesellschaft für mehrere landwirtschaftliche Familien- sowie vor- und nachgelagerte Kooperationsbetriebe tätig. Alle Betriebe bilden zusammen mit der Agro-Dienst-Marktfrucht GmbH einen Verbund von wirtschaftlich selbständigen Einzelbetrieben, deren Außenwirtschaft über Bewirtschaftungsverträge komplett erledigt wird.

Die Kooperation bewirtschaftet insgesamt 2230 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, darunter ca. 1100 ha Acker- und 1100 ha Grünland. Der Betrieb ist gekennzeichnet durch vergleichsweise schwierige Standortverhältnisse. Im Bewirtschaftungsgebiet sind mehr als zwei Drittel Waldflächen. Die restliche landwirtschaftliche Nutzfläche gliedert sich zu etwa gleichen Teilen in Acker- und Grünland. Die bewirtschafteten Flächen der Agro-Dienst-Marktfrucht GmbH sind stark kupiert und insbesondere Grünlandflächen teilweise nicht mit Maschinen zu bewirtschaften. Hinzu kommt eine relativ ungünstige innere Verkehrslage, da die Flächen teilweise sehr zerstreut liegen und klein strukturiert sind. Die bewirtschafteten Flächen liegen innerhalb eines relativ großen Radius von ca. 25 km.

Die Bodenart ist sandiger Lehm bis lehmiger Sand mit einem Steingehalt von bis zu 30 %. Ausgangsgestein ist Schiefer. Hieraus resultieren Ackerzahlen von 18-26. Die Spanne der durchschnittlichen Jahrestemperaturen im Bewirtschaftungsgebiet beträgt 5,9°C (Schöneck) bis 7,1°C (Markneukirchen). Die durchschnittlichen Jahresniederschläge reichen von 641 mm bis 766 mm.

Durch die Höhenlage unseres Betriebes ergibt sich größtenteils eine kurze Vegetationszeit (spätes Frühjahr und früher Winter). Daher müssen alle Arbeiten sehr zügig erledigt und Arbeitsgänge, wo es möglich ist, zusammengefasst werden. Durch innovative und engagierte Mitarbeiter gelingt es uns immer wieder neue oder vorhandene Maschinen umzubauen und unseren Bedürfnissen anzupassen, um die Arbeiten zu den agrotechnisch günstigsten Terminen zu erledigen.


Mit der Umsetzung des Vorhabens "Zahlungen für aus naturbedingten oder anderen spezifischen Gründen benachteiligte Gebiete" konnte ein Beitrag zur dauerhaften Bewirtschaftung benachteiligter landwirtschaftlicher Flächen und somit zum Erhalt der sächsischen Kulturlandschaft geleistet werden. Somit konnte zur weiteren Stabilisierung der Landwirtschaftsbetriebe in den betroffenen Regionen beigetragen werden und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sowie im vor- und nachgelagerten Bereich gesichert werden.


AL.4 Zwischenfrüchte

Mit der Umsetzung des Vorhabens "AL.4 Zwischenfrüchte" konnte durch eine optimale Bodenbedeckung und intensive Durchwurzelung zur Verminderung der Bodenerosion und des Nährstoffaustrags auf den geförderten landwirtschaftlichen Flächen beigetragen werden. Die biologische Aktivität des Bodens wurde gefördert und eine verbesserte Bodenstruktur hergestellt.

AL.5 Naturschutzbrachen und Blühflächen auf Ackerland

Mit der Umsetzung des Vorhabens "AL.5 Naturschutzbrachen und Blühflächen auf Ackerland" konnte ein Beitrag zur Schaffung und Beibehaltung ökologischer Merkmale (z. B. Pufferbereiche, Blühstreifen) und zur Sicherung der Biologischen Vielfalt auf den geförderten landwirtschaftlichen Flächen geleistet werden. Damit wurde eine Verbesserung der Lebensumstände von Wildinsekten, Wildtieren und Honigbienen in der Agrarlandschaft erzielt.