Ackerbau

Hauptstandbein unseres Betriebes ist der Ackerbau. Im Betriebsverbund werden auf insgesamt 1100 ha Ackerfrüchte angebaut, davon 1020 ha konventionell und 80 ha biologisch. Der Betrieb wirtschaftet nach modernsten Methoden und aktuellsten Erkenntnissen im Pflanzenbau im Rahmen des Prinzips des integrierten Landbaus. Hierbei wird das Schadschwellenprinzip angewendet, um den Einsatz von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Es wird also so wenig wie möglich und so viel wie unbedingt nötig eingesetzt. Wird dieser Grundsatz berücksichtigt, müssen Ökonomie und Ökologie kein Widerspruch sein! Apropos: Pflanzenschutzmaßnahmen in blühende Bestände erfolgen teilweise nachts in Absprache mit den örtlichen Imkern!

Außerdem beteiligen wir uns an verschiedenen Landschaftspflege- und Vertragsnaturschutzmaßnahmen und pflegen die Rand- und Windschutzstreifen sowie die Feldgehölze und Bäume in unserer Flur, die als Brutstätte für zahlreiche Vogelarten und als Deckung für Reh- und Niederwild dienen.

Infolge des immer noch ungebrochen hohen Flächenverbrauchs durch die zunehmende Bebauung und Flächenversiegelung von Naturräumen und landwirtschaftlichen Nutzflächen verschwinden in Deutschland zunehmend Lebensräume für Wildtiere, Insekten und Pflanzen (74 ha täglich in 2015!). Hierfür werden oft zweifelhafte Ausgleichsmaßnahmen mit für den jeweiligen Standort ungeeigneten und unangepassten Pflanzenarten durchgeführt, die infolge mangelnder Pflege zu regelrechten „Pflegebrachen“  verkommen. Zusätzlich oft eingezäunt, bieten diese Maßnahmen einen fragwürdigen Nutzen für Flora und Fauna.

Eine sinnvolle Methode, der Natur verlorengegangene Lebensräume zurückzugeben, ist die Wiederansaat mit gebietsheimischem Saatgut mit einer ausgewogenen, dem jeweiligen Standort angepassten Artenzusammensetzung. Hierfür produzieren wir in unserem Unternehmen gebietsheimisches (autochtones) Saatgut von einheimischen Wildpflanzen für entsprechende regionale Saatmischungen. Von der Aussaat bis zur Ernte sind enorme Anstrengungen notwendig, um eine sorgfältige Bestandesführungen zu gewährleisten und Wildpflanzensaatgut auf qualitativ höchstem Niveau mit garantierter und zertifizierter Herkunft zu erzeugen.

Im Betrieb setzen wir auf eine möglichst vielgliedrige Fruchtfolge, um Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu reduzieren und durch gezielte Stellung der Kulturen Fruchtfolgeeffekte zu nutzen (reduzierte Bodenbearbeitung sowie gezielte Ausnutzung von Vorfruchteffekten mancher Ackerfrüchte). Weiterhin werden Zwischenfrüchte angebaut und wann immer es pflanzenbaulich sinnvoll ist, große Mengen Mist und Kompost ausgebracht, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern - ein Grundsatz ressourcenschonender und nachhaltiger Landwirtschaft.

Damit wir unsere Flächen möglichst umweltschonend und effizient bewirtschaften können, kommt ein umfangreicher Maschinenpark und überwiegend neueste Technik zum Einsatz. Unsere Traktoren zur Bodenbearbeitung und Aussaat lenken mittels GPS-Lenksystem selbständig und hochgenau. Bei Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen nutzen wir ebenfalls GPS-Technik und einen Pflanzensensor. Dies ermöglicht die zentimetergenaue Bearbeitung des Bodens und eine hochgenaue Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Auf diese Weise können wir eine Doppelbearbeitung des Ackerbodens bzw. eine Doppelbehandlung der Pflanzen erheblich reduzieren, was wiederum ökologische und ökonomische Vorteile durch Einsparungen an Kraftstoff sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bringt.

In regelmäßigen Abständen führen wir GPS gestützte und referenzierte Bodenuntersuchung durch, um die Düngung und Bodenverbesserungsmaßnahmen gezielter durchführen zu können.

Neben einem umfangreichen Fuhrpark befindet sich auf dem Betriebsgelände ein Getreidelager mit ca. 6000 t Lagerkapazität, Trocknungs- und Reinigungsanlage zur Lagerung und Aufbereitung der geernteten Feldfrüchte.

 

Im Jahr 2017 bauen wir folgende Kulturen an:


Winterweizen: 360 ha
Winterraps: 169 ha
Grasvermehrung:   26 ha
Winterergerste:   60 ha
Sommergerste: 187 ha
Ganzpflanzensilage:   58 ha
Mais: 126 ha
Blühflächen:    12 ha
Wildpflanzenvermehrung:

   10 ha

Kurzumtriebsplantage:

Winterweizen (bio):

    1 ha

    6 ha

Sommertriticale (bio):   11 ha
Dinkel (bio):

  16 ha

Ackerfutter (bio):

  26 ha